Philippinen – 30 Tage sind zu kurz!

Seid dem 28. Mai bin ich nun mit Q auf den Philippinen. Am 27. Juni geht es weiter nach Vietnam … ich will nicht. Hier gäbe es noch so viel mehr zu sehen und obwohl wir wirklich viel gemacht haben in unseren vier Wochen, bin ich nicht ansatzweise zufrieden. Wir sind in Cebu gestartet, haben uns einen Roller gemietet und ein bisschen umgeschaut. Dann ging es mit der Fähre über Nacht weiter nach Panay, in einen kleinen Ort wo wir einen Tag mit Island Hopping verbracht haben. Danach haben wir es mit Bus und Fähre nach Negros geschafft. In Dauin haben wir in 4 Tagen unseren Open Water Tauchschein gemacht, uns einen Wasserfall und heiße Quellen angeschaut, bevor es weiter nach Bohol ging.

Dort waren wir viel mit dem Roller unterwegs, waren im Meer schwimmen und haben Tagiers gesehen.

Weiter ging es nach Donsol – ich wollte unbedingt nach Donsol, um dort mit Walhaien zu schwimmen. Angekommen mussten wir aber feststellen, dass die Saison bereits vorbei war und die Chancen einen Wahlhai zu sehen sehr gering. Trotzdem entschieden wir uns einen Tauch Tag zu machen – wenn nicht für die Walhaie, dann zum üben.

Vorher ging es aber noch zu einem Fluss in einer Höhle und auf eine Glühwürmchen Bootstour. Bei der Flusstour hatten wir die Chance aus 10 Metern Höhe ins Wasser zu springen – ich habe 4 Tage später immer noch Rückenschmerzen. Und bei einem weiteren Sprung riss die Sicherheitsleine meiner Aktion-Camera… auf nimmer Wiedersehen mit allen meinen Fotos. Aber naja. Die Glühwürmchen Tour am Abend hat alles wieder gut gemacht und wir hatten eine super Unterkunft, an der es (bis auf eine ca. 7cm große Spinne unterm Bett) nichts zu meckern gab.

Am nächsten morgen stand ab 7Uhr tauchen auf dem Programm. Mit einem Tauchguide, seinem Assistenten und zwei anderen Touristen ging es aufs Boot. Es waren 3 Tauchgänge geplant und es ging runter auf 28 Meter, während des Tauchscheins waren wir nie tiefer als 18 aber naja. Der erste Tauchgang lief reibungslos, es gab Fische, Seepferdchen, Korallen und einige Schnecken zu sehen.

Auch der zweite Tauchgang lief gut, es war das erste mal dass wir ‘Drift-Diving’ gemacht haben, war aber kein Problem. Einfach mit der Strömung treiben.

Am Grund war die Sicht gut und wir haben wieder einige kleine Meeresbewohner zu sehen bekommen.In 5 Meter Tiefe hielten wir dann für den üblichen Sichetheitsstop von 3 Minuten, die Sicht war schlecht (ca. 8 Meter) und ich war damit beschäftigt mich regelmäßig nach allen Teilnehmern des Tauchgangs umzuschauen und trotzdem auf meiner Position zu bleiben.

Als ich mich nach eine kompletten Drehung wieder zu Q umsah, der sich gerade von allen weggedreht hatte, konnte ich nicht glauben was ich hinter ihm sah – Q war ungefähr 2 Meter von mir entfernt und ungefähr 3 Meter hinter Q Schwamm ein riesiger Wahl Hai – später fragten wir unseren Tauchguide und er schätze den Wahl auf ca. 13-15 Meter! Unglaublich! Dann ging alles ganz schnell, der Tauchguide gab den Signalton und einer nach dem anderen entdeckte den Fisch. Ich hatte komplett vergessen was ich tat und war inzwischen fast an der Wasseroberfläche, erst als der Guide mir mit aufgerissen Augen zunickte bemerkte ich dass ich aufgestiegen war. Obwohl ich schnell wieder auf 5 Metern war, war der Wahlhai bereits so gut wie verschwunden. Mit wenigen, ruhigem Schlägen seiner enormen Schwanzflosse war er genauso schnell verschwunden wie er aus dem Nichts aufgetaucht war. Wir blieben noch einen Moment unter Wasser, dann gab es das Zeichen zum auftauchen. Und sowie ich an der Luft war spuckte ich meinen Regulator aus und begann los zu brabbeln, mit Tränen in den Augen und auf deutsch. Es hat einen Moment gedauert bis ich verstanden habe, dass mich niemand versteht… ich war einfach so glücklich und aufgeregt und es war alles zu viel in diesem Moment. Aber das sollte es noch nicht gewesen, es waren noch nicht wieder alle auf dem Boot da schrie unser Kapitän ‘Whale Shark!‘. Die letzten Taucher wurden mehr oder weniger aus dem Wasser gezerrt, Q und ich wurden von unseren Westen und Flaschen befreit und hatten gerade genug Zeit wieder in unsere Flossen zu steigen, bevor vom fahrenden Boot ins Wasser gesprungen wurde. Und dann hieß es; Schwimmen. Obwohl dieser Walhai ‚nur’ 4-5meter lang war und auch er mit einer großen Ruhe und Gelassenheit seine Flosse durchs Wasser schlug, war er schnell unterwegs. Nach ein paar Metern konnten wir, obwohl er nicht abtauchte, nicht mehr mithalten. Das Boot sammelte alle wieder ein und es ging zum letzten Tauchgang. Unsere Glückssträhne war noch nicht vorbei; in 26 Metern Tiefe kreuzte ein ca. 3 Meter großer Manta Rochen unseren Weg und eine Gruppe von Delphinen begleitete uns ein Stück auf dem Heimweg.

Auf dem Dach eines Buses ging es dann nach Legazpi, von wo wir am nächsten Tag Flüge nach Palawan hatten.

In Palawan stehen Puerto Princessa, El Nido und Coron auf dem Programm. Am Donnerstag geht dann der Flug nach Vietnam – ich bin gespannt!

An alle die auf Postkarten warten; auf keiner der Inseln hier waren Karten zu finden aber ich bin dran, versprochen!

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