Vietnam – Motorrad fahren verlernt man nicht!

Vietnam verging so schnell, fast einen Monat war ich mit Q hier unterwegs und nun sind wir schon in Laos. So viel Angst, wie ich hatte dass mir Vietnam nicht gefallen könnte und ich die Philippinen vermissen würde, so sehr habe ich die letzten vier Wochen genossen! Angekommen in Hanoi, konnten wir größtenteils trockenen Fußes die Altstadt erkunden und shoppen. In Hanoi bekommt man alle Marken; Nike, Puma, Adidas, NorthFace UNDUNDUND. Günstig aber leider nicht gut… wir haben Regenjacken für unsere Motorradtour gekauft… die haben uns ungefähr 12 Minuten trocken gehalten. Wir haben ein traditionelles Wasser-Puppen-Theater besucht und sind über den Nachtmarkt geschlendert, bevor es mit den beiden Suzukis nach Ha Long Bay ging.

So nervös war ich lange nicht, seit ich mit 18 meinen Motorradführerschein gemacht habe, saß ich nicht mehr auf einem. Das Rollerfahrern in Indonesien und den Philippinen hat da auch nicht viel geholfen.

Aber nach ein paar Kilometern, raus aus der Stadt und nachdem ich mit der etwas anderen Gangschaltung angefreundet hatte ging das wirklich gut. Lange nicht so sicher und wendig wie Q aber definitiv sicher genug, um drei Wochen gesund zu überstehen. In Ha Long Bay haben wir Tagestouren und Strandausflüge gemacht, meine Kreditkarte würde von einem Automstem verschluckt (nach 24h hatte ich sie zum Glück zurück), wir hatten Steak in einem deutschen Restaurant und haben ein neues Telefon für Q gekauft. Unsere geplante Bootstour ist leider aufgrund von Monsun ins Wasser gefallen aber naja; 40€ gespart.

Das nächste Ziel war Ha Giang, eine der schönsten Regionen in Nordvietnam.

Die Regenzeit und die Straßen in den Bergen haben mich mehr als einmal an meine Grenzen gebracht. Kliometerweit die engsten Kurven, auf Schotterpisten auf dem Motorrad – das war kein Spaß für mich aber es hat sich gelohnt! Die schönsten Gegenden mit den besten Ausblicken und den wenigsten Touristen, traumhaft.

Auf dem Weg gab es mal bessere und mal weniger gute Unterkünfte aber da wir meist keine Wahl hatten, war das dann okay. Eine Nacht haben wir in einem 250 Jahre alten Bauernhaus geschlafen… so hat es auch gerochen und ich will garnicht wissen, mit wie viel Spinnen wir den fensterlosen Raum geteilt haben. Am nächsten Tag waren wir nach 30 Minuten nass bis auf die Knochen, wir blieben in der nächsten Unterkunft und verbrachten den Tag mit essen, schlafen und mit den Hunden spielen – das waren die süßesten Welpen und ich hatte ehrlicher Weise einen großartigen Tag.

Nach 2,5 Wochen waren wir zurück in Hanoi um die Motorräder zurück zu geben. Wir blieben noch 2 Tage, da Hanoi wirklich schön ist und die Stadt nach 2 Wochen Natur wirklich Luxus war. Während der Motorrad Tour gab es meist eine Unterkunft mit einem Gericht und mit Glück konnte der Besitzer ein bisschen Englisch. In Hanoi gibt es alles im Überfluss. Weiterging es nach Hoi An, nach 18 Stunden im Schlafbus kamen wir in einer der schönsten Unterkünfte an, in denen ich auf meiner Reise war.

Ein wunderschönes Zimmer, ein weiches und sauberes Bett und eine heiße Dusche, die nicht nur getröpfelt hat – Luxus pur für ca. 7,50€ pro Nacht. Hoi An ist bekannt für seine preiswerten und sehr guten Schneider, das konnte ich mir nicht entgehen lassen und habe mir ein Kleid gegönnt. Außerdem waren wir auf einer traditionellen Bootstour, haben einen Kochkurs gemacht und waren tauchen. Am Abend verwandelt sich die Stadt der Schneider in ein buntes Meer aus Lichtern und Lampen, der Fluss ist voll mit Laternen und in allen Straßen sitzen die Leute in den Restaurants, genießen Speisen aus Allerwelt und das vietnamesische ‚Happy Water‘. Das ist eine Art Reis-Schnapps – kann man gut trinken. Tagsüber kann man in Hoi An alles mit dem Fahrrad erledigen, die Fahrtwind macht das immer heiße Wetter gleich viel angenehmer.

Und das war es auch schon… jetzt sitze ich wieder in einem Schlafbus und hoffe dass der Grenzübergang nach Laos ohne Probleme funktioniert. Das Internet sagt, Visa bei Ankunft ist kein Problem aber die Leute vom Bus haben keinen Plan. Naja, wir werden sehen…

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