Myanmar – Auf Regen folgt der Sonnenschein

Nun ist Myanmar auch schon vorbei, übrigens das erste Land auf meiner Reise für das ich ein Visum online beantragen musste.

Laos und Thailand sind wie im Flug vergangen, ich kam mit dem Schreiben nicht wirklich hinterher… deshalb nun erstmal ein aktueller Stand der Dinge von hier.

Wie fast überall in Südostasien ist nun Regenzeit, hier sind das aber tatsächlich nur 1-2 Stunden am Tag und dann hat man wieder pralle Sonne und sowieso immer um die 30 Grad. Wir sind von Thailand über die Grenze nach Myanmar gelaufen, ganz einfach über eine Brücke. Noch auf der thailändischen Seite waren überall Schilder mit der Information, dass spucken dort verboten sei. Wir haben uns gewundert aber uns erstmal nicht viel dabei gedacht. Auf der anderen Seite wurde uns schnell klar warum dies ausgeschildert werden musste; in Myanmar begrüßten uns die ersten Grenzangestelten, halfen uns die Formulare auszufüllen und lächelten durchgehen… mir fiel es erstmal schwer zurück zu lächeln. Die beiden hatten komplett braune Zähne und als wir in den nächsten Raum zum überprüfen der Unterlagen kamen, musste der Mitarbeiter erst einmal in eine Plastik Flasche spucken… als wir von der Brücke runter waren sah man das orange-braune Zeug auch auf der kompletten Straße. In Myanmar ist Kautabak ein ganz großer Hit. Jeder kaut und zwar durchgehend, ausgespuckt wird in Tüten, Flaschen oder wenn man draußen ist halt einfach auf die Straße. Zum Glück ist Regenzeit und das Zeug wird regelmäßig weggespült. Unser Plan wäre gewesen von unserem Standort, Myawaddy, weiter nach Mawlamyine zu reisen. Abends im Hotel erfuhren wir allerdings das die Region von schweren Regenfällen und somit Überschwemmungen betroffen war und deshalb kein Busunternehmen und auch kein Taxi dort hinfuhr. Wir passten den Plan also ein bisschen an und machten und am nächsten Tag mit einem Taxi auf den Weg nach Hpa An. Hpa An war ein Stop auf dem Weg über Yangon zum Inle See. In Yangon blieben wir zwei Nächte. Die Hauptstadt von Myanmar hat, wie vieles hier, zwei Namen (Rangoon ist der zweite) und sehr viele Tempel.

Aber es ist alles so, so voll und laut und schmutzig – einen Tag haben wir in einer Art Stadtpark verbracht aber ich war trotzdem sehr froh als es weiter ging.

Hier habe ich das erste mal auf meiner Reise eine Speise gesehen bei der mir wirklich übel wurde. Und natürlich weiß ich, dass das einfach an der Kultur liegt in der ich aufgewachsen bin aber als die Frau auf dem Foodmarkt daumendicke, lebendige Maden in siedendes Öl geworfen hat kam es mir hoch…

Wie üblich fuhren wir mit dem Bus weiter zum Inle See, neu war allerdings dass wir eine Toursitensteuer für das Betreten der Region zahlen mussten, umgerechnet ca. 9€. Wir blieben drei Nächte dort, besichtigten eine Gedenkstätte, machten eine Bootstour und frühstückten jeden Morgen Omelett und Pfannkuchen.

Das Frühstück war immer Zimmerpreis von 9€ (für zwei Personen!) schon inklusive. Weiter ging es dann nach Bagan – Bagan hat viele Ausgrabungsplätze und jeder Tourist zahlt für das Eintreten in die Region 15€ … unsere Internetrecherche hatte 10€ pro Person ergeben und so hatten wir leider nicht genug Kyat um den ‚Eintritt‘ zu Bezahlen… der Beamte nahm aber auch Euro und Dollar. Sein Wechselkurs war allerdings nicht sehr gut, statt 30€ für zwei Personen zahlten wir dann 35€. Naja. Hier aber noch einmal Dankeschön an meine Familie, dabei ging der 50€ Schein drauf den mir meine Großeltern bei meinem Abschiedsessen geschenkt hatten. Das Ticket gilt dann für 3 Tage und die blieben wir auch, Bagan erkundet man am besten mit einem Elektro-Roller und ich muss sagen, das macht großen Spaß! Zwei mal rollten wir uns für den oft erwähnten spektakulären Sonnenaufgang, um 4:30Uhr aus dem Bett um dann Nieselregen und Wolken zu sehen. Das ist wohl eher etwas für die Nicht-Regenzeit.

Der letzte Stopp sollte Mandalay werden, bevor ich wieder nach Yangon musste um meinen Flug nach Sri Lanka zu nehmen. Ehrlicherweise hatte ich überhaupt keine Lust auf Mandalay. Ich rechnete mit einer lauten, überfüllten, vollgespuckten Stadt wie Yangon – wurde aber positiv überrascht. Die Stadt war eher ruhig, modern und sauberer. Wir erkundeten die Gegend mit dem Roller, aßen viele günstig Nudeln und ein mal teuer Pizza. In den 3 Tagen verbrachten wir aber auch viel Zeit im Zimmer, schauten Filme und ruhten uns aus. Wir beide waren nicht so motiviert und irgendwie lag Abschied in der Luft. Der letzte Tag gemeinsam und der Abschied waren grauenhaft. Und jetzt wieder alleine unterwegs zu sein ist auch ein komisches Gefühl – kein gutes.

Ich vermisse Q und ich habe keine Lust Dinge allein zu unternehmen, wahrscheinlich muss man sich da nur erstmal 1-2 Tage wieder dran gewöhnen, nach 3 1/2 Monaten gemeinsam unterwegs ist das wohl so. Ich freue mich aber schon darauf, dass er zu seinem Geburtstag am 22.09. zu mir nach Sri Lanka kommt!

Und dann freue ich mich auch bald schon auf meine Familie, meine Freunde & neue Abenteuer in Deutschland…

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